Barren: Parallelbarren

Der Barren, auch Parallelbarren, Turnbarren oder Männerbarren genannt, ist eine Erfindung von Turnvater Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852). Beim Männerbarren werden Parallelbarren für den Schulsport, sogenannte Schulturnbarren oder Mehrzweckbarren, von Parallelbarren für den Wettkampfsport, also Wettkampfbarren, unterschieden. Oft wird auch der Stufenbarren der Frauen und Mädchen kurz als Barren bezeichnet. Das liegt daran, dass die Mädchen bis 1952 ebenfalls am Parallelbarren geturnt haben, allerdings ein Holm hoch und einer tief gestellt waren. ... mehr...



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Barrenholme mit Fiberglas

Die 350cm langen, hochovalen und elastischen Holme des Parallelbarrens bestehen heutzutage aus Schichtholz mit einer 3-fachen Fiberglaseinlage, die gegen ein Durchbrechen schützt, aber auch die bei hohen Belastungen entstehenden Kraftspitzen abdämpfen. Dies ist bei den üblichen Schulturn- und Mehrzweckbarren nicht der Fall, so dass die Holme bei diesen Parallelbarren härter sind und leider auch bei den Schülerinnen und Schülern etwas mehr Schmerzen verursachen, weshalb der Barren in der Schule ein eher ungeliebtes Turngerät ist. Kopf hoch, ein wenig Training hilft, dass der Schmerz weniger wird!

Turnen am Parallelbarren im Schulsport

Das Barrenturnen im Schulsport und an der Universität enthält Elemente im Stütz und im Oberarmstütz. Hinzu kommen Auf- und Abgänge. Bei den Aufgängen zählen die Lauf- und Schwebekippen zu den ästhetisch schönen Elementen, aber auch eine Sturzhangkippe ist ein Aufgang, wie etwa in der Sporteingangsprüfung zahlreicher sportwissenschaftlicher Institute gefordert. Aus einer Kippe lässt sich ein Oberarmstand mit Abrollen weiterturnen, aber auch Ablegen und Stemmen vorwärts oder rückwärts gehören zu den Elementen, die in der Schule geturnt werden können. Als klassische Abgänge zählen am Barren die Kehre und die Wende sowie die Kreishockwende.

Barrenturnen im Wettkampfsport

Im Wettkampf muss ein Barren spezifische Merkmale aufweisen, die von der FIG vorgegeben sind (siehe Wissenswertes). Die Holme mit Fiberglaseinlage weisen eine sehr gute Federwirkung auf und unterstützen damit die verschiedenen Schwungbewegungen, unterstützt von der Vorspannung, mit der die Barrenholme an den Säulen befestigt sind. Geturnt wird in der Holmengasse, Aufgänge erfolgen von vorne und auch seitlich, wobei ein Kippaufschwung von der Seite, bei dem die Füße über den Holm geführt werden, nach wie vor einen sehr eleganten Aufgang am Barren darstellt. Spektakulär sind die Slatis, die eintzeln oder doppel ausgeführt werden und nach denen der Turner mit den Oberarmen im Oberarmhang landet. Auch Riesenfelgen und Flugteile werden ab Parallelbarren geturnt.

Neuer Wettkampf-Barren für die Männer

Seit Januar 2019 ist der neue Männer Wettkampfbarren Melbourne von Spieth erhältlich. Dieser innovative Barren hebt das Männerturnen auf ein neues Niveau. Neben den speziellen Dynamoflex Glasfaserholmen mit besonderer Vorspannung und sehr guter Stabilität bei Seitwärts-Elementen verfügt dieser Barren über eine noch genauere Breiteneinstellung mit Mess-Skala und einer separat sicherbaren Höhenverstellung. Selbstverständlich ist der neue Männer Wettkampfbarren FIG-zertifiziert. Neben dem Wettkampf Barren von Spieth finden Sie bei uns noch weitere Barrenmodelle von Bänfer und Grevinga, die ebenfalls im Wettkampf eingesetzt werden können:

Methodikgeräte für das Barrenturnen

Um das Barrenturnen zu Trainieren, wurden verschiedene Methodik-Geräte entwickelt. Niedrige Übungsbarren mit 40cm oder 105cm Höhe, Handstandklötze oder Mini-Barren sind spezielle Geräte, die für das Barrenturnen entwickelt wurden. Schutzpolster, Matten und weitere Handstandgeräte unterstützen ebenfalls das Turnen am Männerbarren.

Wissenswertes zum Parallelbarren

  • Der erste Barren stand in Berlin auf der Hasenheide. 1812 hat "Turnvater" Jahn den Barren und das Reck erfunden.
  • Alfred Flatow, der für das Deutsche Kaiserreich startete, war der erste Olympiasieger am Barren (1896)
  • In Gedenken an die jüdischen Turner Alfred und Gustav Flatow verleiht der Deutsche Turnerbund (DTB) die Flatow-Medaille
  • Im internationalen Spitzensport muss der Barren 200cm hoch eingestellt werden können, die Holme müssen 350cm lang und die Breite des Wettkampfbarrens muss von 40cm bis 60cm einstellbar sein
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